Termine

30.04.2012 - 19:00
DKP Märkischer Kreis
Café zur Burg, Altena

01.05.2012 - 11:00
DGB MK
Kreishaus/Rathausplatz, Lüdenscheid

05.05.2012 - 10:00
DKP Märkischer Kreis
Alter Rathausplatz, Iserlohn

05.05.2012 - 19:00
STIGLITZ (Autonomes und soziales Zentrum Lüdenscheid)
Graf-Engelbert-Platz, Lüdenscheid

08.05.2012 - 20:00
ev. Kirchengemeinde Nachrodt / DKP Märkischer Kreis
Alter Friedhof, Nachrodt

Gedanken zum Imperialismus

Am Freitag, 20.05.2011, hatten wir auf der Mitgliederversammlung der DKP MK das Bildungsthema "Imperialismus". Unser Genosse Kreiskassierer Dietmar Krüger schrieb dazu ein paar Gedanken auf. Ich fragte ihn, ob ich sie veröffentlichen dürfe und er gab mir sein Einverständnis.

 

"Ich habe mir erlaubt, ein paar Gedanken zum Thema zusammenzutragen - unvollständig ohne Analyse.

Ich wehre mich gegen die Verwässerung des Themas. Man spricht gerne die links-sozialistische Sprache in Form von Neo-Liberalismus - es ist aber in Wirklichkeit brutaler Imperialismus.

Nach Marx / Engels entstand der Staat etwa vor 5000-6000 Jahren aufgrund realer gesellschaftlicher Veränderungen historisch. Lenin analysierte das politische Weltsystem 1916 tiefgreifend in seinem bekannten Werk "Der Imperialismus als höchstes Stadium des Kapitalismus" (erschienen 1917). Er schrieb, der Imperialismus erwachse als Weiterentwicklung und direkte Fortsetzung der Grundeigenschaft des Kapitalismus überhaupt.

Das bedingt auch, dass um Rohstoffquellen, Handelswege und politische Vorherrschaft immer wieder Kriege entfesselt werden.

Er sagte, dass imperialistische Kriege im Kapitalismus unvermeidlich sind. Weiter sprach er vom Parasitismus und Fäulnis des Kapitalismus in seinem höchsten geschichtlichen Stadium.

Da der Imperialismus global agiert, kleine und mittlere Kriege anzettelt mit der Gefahr einer Klimakatastrophe aus Profitgründen und unsere Existenz gefährdet, muss er auch global und international bekämpft werden.

Unsere momentane politische Lage ist desolat. Wir haben uns noch nicht erholt vom Schock von 1989. Wir sprechen davon, die Gegenwehr zu organisieren gegen den Imperialismus. Mit wem denn, liebe Genossen, wenn die Hälfte der Mitglieder im hohen Rentenalter ist bei circa 5000 Parteimitgliedern?

Für einen neuen dritten Anlauf zum Sozialismus nach Pariser Commune und 1917-1989 bedarf es eines Herausbrechens von mehreren Staaten aus der imperialistischen Weltgemeinschaft.

Schuldig ist der Imperialismus auch an den Grausamkeiten der Kolonialkriege und den faschistischen Diktaturen, an zwei imperialistischen Weltkriegen mit 100 Millionen Toten, Massenmorden, Folterungen, Zwangsarbeit.

Beispiele: Kolonialkriege Großbritanniens auf dem indischen Subkontinent; garusame Kriege Frankreichs in Nordafrika und Indochina; Einsatz chemischer Waffen der USA im Vietnam und in Korea; und die Spur des Imperialismus führt weiter (Naher Osten, Jugoslawien, Afghanistan, Irak) Wer ist der nächste Schurkenstaat des Imperialismus?

Der Imperialismus ist verantwortlich für katastrophale Folgen der Globalisierung. Es sterben 25.000 Menschen täglich am Hunger. Jährlich überleben 10,7 Millionen Kinder das fünfte Lebensjahr nicht. Es müssen 2,5 Milliarden Menschen mit weniger als zwei Dollar am Tag auskommen; das sind 40 Prozent der Weltbevölkerung.

Aber historisch gesehen war der Imperialismus in seiner Ausübung weltpolitisch eingeschränkt. Von 1917 bis 1991 existierte eine Sowjetunion, die dem Imperialismus die Grenzen aufzeigte. Noch 1945 entstand eine sozialistische Staatengemeinschaft - damit konnte der Imperialismus zur friedlichen Koexistenz gezwungen werden. Er war gezwungen, gegenüber seiner eigenen Bevölkerung mit der Maske des Sozialstaates aufzutreten.

In den Jahrzenten des Vorhandenseins des Sozialismus in Europa gab es großzügige Sozialleistungen in Form von Lohnerhöhungen, Urlaubsregelung, Weihnachtsgeld und anderem. Diesen Spzial-Klimbim spart man sich heute - seit 1989. Die Systemkonkurrenz ist vorbei und es geht den Menschen an die Substanz. Sämtliche Sozialleistungen, die mühsam erkämpft wurden, stehen heute zur Disposition.

Löhne wurden zurückgeschraubt, Sozialleistungen gestrichen, Arbeitsverträge zeitbefristet angelegt. Arbeit ist billig, wie Dreck geworden. Brutale Erpressungen in den Betrieben sind an der Tagesordnung. Aus Angst vor Kündigung ist der Krankenstand extrem niedrig im Betrieb.

Ich sehe unsere Aufgabe heute darin, die Kommunistische Partei zu erhalten, uns zu sammeln, damit wir morgen den Anlauf schaffen für einen neuen Sozialismus. Ich hoffe immer noch darauf, dass zukünftige Generationen einen Weg finden für eine neue Gesellschaft.

Der Imperialismus weis, - er kennt sie Signale - dass er weltweit angeklagt wird. Wie reagiert er darauf? Er reagiert darauf mit offenem, versteckten und sogar mit militärischem Antikommunismus. Er will damit die Gegenkräfte kleinhalten, die ihn eventuell besiegen könnten.

Schon Thomas Mann hat gesagt: Der Antikommunismus ist eine Torheit des 20. Jahrhunderts.

Dietmar Krüger

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Den Imperialismus global bekämpfen

Ich fühle mich genötigt, einen Aspekt, den der Genosse beleuchtete, zu kommentieren.

Dietmar beschreibt, wie der Imperialismus zum globalen Imperialismus geworden sei und folgert daraus, dass man ihn auch global bekämpfen müsse.

Eine ähnliche Schlussfolgerung zieht auch Leo Mayer in "Die These vom kollektiven Imperialismus"

Ich stimme zu, dass es internationale Verflechtungen und ein globales imperiales Netz gibt - teilweise auch innerhalb internationaler Konzerne. Auf der anderen Seite muss ich Mayer widersprechen, wenn er das globale Pakett als Ebene des Klassenkampfes versteht.

Das würde implizieren, dass sich der Kapitalismus global gleich entwicklte (Marx und Engels nahmen das an). Lenin analysierte aber völlig richtig, dass dem nicht so ist und dass man das imperialistische Weltsystem an seinem schwächsten Glied angreifen müsse.

Leo Mayer bestätigt in seinen Thesen, dass der "transnationale Kapitalismus" von den Nationalstaaten abhängig sei. Es ist mir schleierhaft, warum er dann die "transnationale" Ebene als Klassenkampfebene versteht.

Nicht nur der Kapitalismus befindet sich überall in unterschiedlichen Entwicklungsstufen, das Proletariat tut das ebenso. So sehr ich auf eine neue Komintern hoffe, davon sind wir noch WEIT entfernt und selbst eine solche würde die Unterschiede der Arbeiterklasse nicht beseitigen.

Daher gilt für mich weiterhin a) der Ausspruch von Liebknecht "Der Hauptfeind steht im eigenen Land" und b) die Aussage von Marx und Engels im Manifest der Kommunistsichen Partei, dass jedes Proletariat erst einmal mit seiner eigenen nationalen Bourgeoisie fertig werden müsse.

Georg A. Fotiadis

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Träumt mal weiter von eienr

Träumt mal weiter von eienr besseren Welt... Satte Sklaven kämpfen nicht. Eure Revolution wird von RTL, Sat1, Dieter Bohlen und der BILD gefressen.

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