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Brüder, zur Sonne, zur Freiheit
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Brüder, zur Sonne, zur Freiheit
Brüder, zur Sonne, zur Freiheit,
Brüder, zum Lichte empor!
Hell aus dem dunklen Vergang'nen,
Leuchtet die Zukunft hervor.
Seht, wie der Zug von Millionen,
Endlos aus Nächtigem quillt,
Bis euer Sehnsucht Verlangen,
Himmel und Nacht überschwillt.
Brüder, in eins nun die Hände!
Brüder, das Sterben verlacht!
Ewig der Sklaverei ein Ende!
Heilig die letzte Schlacht!
Brechet das Joch der Tyrannen,
Das euch so grausam gequält.
Schwenket die blutroten Fahnen
Über die Arbeiterwelt.
Brüder, zur Sonne, zur Freiheit ist der Titel der deutschen Nachdichtung des Arbeiterlieds „Смело, товарищи, в ногу!“ (Smelo, towarischtschi, w nogu; Tapfer, Genossen, im Gleichschritt), das 1895/96 von Leonid Petrowitsch Radin in einem Moskauer Gefängnis zur Melodie eines russischen Volkslieds gedichtet wurde. Es wurde erstmals 1897 von politischen Gefangenen auf dem Marsch in ein anderes Gefängnis gesungen. In den Revolutionen 1905 und 1917 wurde es in Russland zur Hymne. Die deutsche Fassung wurde 1918 durch den Dirigenten Hermann Scherchen, dem Leiter eines Arbeiterchores, übersetzt.Scherchen, der auch den Trauermarsch Unsterbliche Opfer mit nach Deutschland brachte, hatte die Lieder in russischer Kriegsgefangenschaft erstmals gehört. In Deutschland wurde Brüder, zur Sonne, zur Freiheit am 21. September 1920 in Berlin das erste Mal öffentlich gesungen.
| Text: | Leonid Radin, Deutsche Fassung: Hermann Scherchen |
| Musik: | russiches Volkslied |
| entstanden: | 1895/96 |
| interpretiert von: |
