No pasaran – Faschisten in Lüdenscheid gestoppt

Die in der sogenannten Bürgerbewegung proNRW organisierten Faschisten haben es nicht geschafft, ihre Wahlkampfveranstaltung in Lüdenscheid durchzuziehen, daran hinderten sie etliche Jugendliche, teilweise in der ILL (Internationalistische Lüdenscheider Linke), bei solid oder den Jusos organisiert, andere Gruppen, wie die PDL, die DKP , die SPD oder die Friedensgruppe Lüdenscheid und viele engagierte Einwohner, darunter auch einige mit Migrationshintergrund.

Die „Bürgerbewegung“ hat es nicht geschafft, gegen Ausländer im Allgemeinen, Muslime im Besonderen oder Homosexuelle hetzen zu können. Damit ging die Rechnung der Initiatoren von proKöln (u.a einige ehemalige Mitglieder von DVU und NPD) nicht auf, den Erfolg von Köln auf ganz NRW übertragen zu können. Überall im Land leisteten die Menschen Widerstand und übertönten die Hetzer. Gerüchteweise sollen Landwirte sogar den proNRW Bus mit ihren Traktoren blockiert haben. Es ist sehr beruhigend, dass Zivilcourage trotz permanenter Hassbotschaften durch die Springer-Presse noch vorhanden ist.

Trotz eines überdimensional großen Polizeiaufgebots kam es glücklicherweise nicht zu Zwischenfällen, was auch der Diszipliniertheit der vor allem jungen Teilnehmer der Demonstration geschuldet ist. Lediglich eine Teilnehmerin, die per Sitzblockade versucht hatte, den proNRW-Bus zu stoppen, fiel der Länge nach hin, als sie von Polizisten gewaltsam entfernt wurde. Alles in Allem blieb die Demonstration aber friedlich.

Auf dem Internet-Portal www.come-on.de findet sich ein Video mit einem interessanten Kommentar einer Lüdenscheider Bürgers zur Aufschrift „Kreuzzug für das Abendland“ auf dem proNRW-Bus.

Hoffen wir, dass diese „Bürgerbewegung“ möglichst bald dorthin verschwindet, wohin sie gehört: In eine Sammlung für vergangene Kuriositäten.

Georg A. Fotiadis