Die DKP vor Ort
Null Atomwaffen
Leserbrief in der Jungen Welt vom 05.08.2009
Null Atomwaffen
Am 6. August 1945 wurde die japanische Stadt Hiroshima durch den Abwurf einer US-Atombombe völlig zerstört. Drei Tage später geschah das Gleiche mit der japanischen Stadt Nagasaki. Hunderttausende Menschen starben grausam und sterben heute noch an den Folgen. Dabei waren die Atombombenabwürfe für den Kriegsausgang unbedeutend. Es ging den USA, die als stärkste Macht aus dem Zweiten Weltkrieg hervorging, darum, die Sowjetunion zurückzudrängen, da sie die einzige Besitzerin der Atomwaffe war und somit Druck ausüben konnte. Sie wollten schließlich eine »one world« errichten. Soäußerte sich US-Präsident Truman nach dem erfolgreichen Atombombenabwurf: »This is the greatest thing in history.« Der Kalte Krieg hatte begonnen, die UdSSR mußte nachziehen, der atomare Rüstungswettlauf begann.Heute, 20 Jahre nach Ende der Blockkonfrontation, haben wir ein Vielfaches an Atomwaffen als je zuvor, mit der man 20mal die Welt vernichten kann. Viel mehr Staaten besitzen oder wollen Atomwaffen besitzen. Obamas Worte zur Bereitschaft der atomaren Abrüstung müssen Taten folgen. Das Gegenteil scheint der Fall zu sein, atomare Schutzschilder über Tschechien und Polen sollen errichtet werden. Die Konflikte in der Welt sind komplexer und noch gefährlicher geworden. Der erste Schritt zur atomaren Abrüstung muß von den militärisch übermächtigen USA kommen. Wir fordern null Atomwaffen statt 26000! Für soziale und ökologische Aufrüstung Deutschland muß vor der eigenen Tür kehren. – Hier lagern 20 Atomwaffen! 90 Prozent der BürgerInnen wollen sie weghaben – doch die Regierung tut nichts. Zeigen wir es ihnen bei Aktionen und den Bundestagswahlen
Uwe
Bossart
, Lüdenscheid
